Die Erarbeitung des Verkehrsentwicklungsplans erfolgte in einem breit angelegten Beteiligungsprozess. In einem großen Kernformat, dem Mobilitätsdialog, kamen Bürgerinnen und Bürger, Fachakteure, die Verwaltung und die Vertreterinnen und Vertreter der Stadtratsfraktionen regelmäßig zusammen, um sich über verschiedene Fragen im Verlauf des Projekts auszutauschen. Der Mobilitätsdialog wurde ergänzt durch weitere Beteiligungen, wie etwa eine repräsentative Haushaltsbefragung, zwei große Online-Beteiligungen, eine Kinder- und Jugendbeteiligung sowie viele kleinere Formate, etwa im Rahmen von Veranstaltungen, Einwohnerversammlungen oder Fachvorträgen.
Ziel war es, die Erfahrungen der Menschen vor Ort mit fachlichen Analysen und verkehrlichen Daten zusammenzuführen. Auf diese Weise konnten Hinweise aus dem Alltag unmittelbar in die weitere Bearbeitung einfließen.
Die Beteiligung diente dabei nicht der Abstimmung einzelner Maßnahmen, sondern der Identifizierung von Problemen, Bedürfnissen und Entwicklungsschwerpunkten. Viele Rückmeldungen bestätigten bereits bekannte Handlungsbedarfe, andere lieferten wertvolle Hinweise auf bislang wenig beachtete Themen oder konkrete örtliche Situationen.
Alle Beiträge wurden fachlich ausgewertet und gemeinsam mit den Ergebnissen der Bestandsanalysen und Verkehrsmodelle in die Erarbeitung des Verkehrsentwicklungsplans einbezogen. Beteiligung ersetzt dabei weder die fachliche Bewertung noch die politische Entscheidung, sie verbessert jedoch die Grundlage, auf der diese Entscheidungen getroffen werden.